Lizenzierung und Spielerschutz
Sportwetten bergen finanzielle Risiken und können abhängig machen. Auch bei Fußball- und Bundesliga-Wetten schützt Fachwissen nicht vor Verlusten. Eine deutsche Erlaubnis verpflichtet Anbieter zu Schutzmaßnahmen; sie beseitigt die Risiken des Glücksspiels jedoch nicht.
Deutsche Lizenz prüfen
Für Online-Sportwetten in Deutschland benötigen Anbieter eine deutsche Erlaubnis. Maßgeblich für die Prüfung ist die amtliche Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Gleichen Sie den Unternehmensnamen, die genaue Internetadresse und die zugelassene Glücksspielart ab. Ein Eintrag für eine andere Spielform belegt keine Erlaubnis für Sportwetten.
Auf der Startseite des Anbieters müssen außerdem Angaben zur staatlichen Erlaubnis und zur zuständigen Erlaubnisbehörde stehen. Prüfen Sie den aktuellen Listeneintrag, da sich Erlaubnisse und zugelassene Internetadressen ändern können.
Alterskontrolle und finanzielle Grenzen
Sportwetten sind ausschließlich ab 18 Jahren erlaubt. Anbieter müssen persönliche Angaben überprüfen und Minderjährige von der Teilnahme ausschließen. Die Identitätsprüfung gehört deshalb zum gesetzlichen Spielerschutz.
Für Online-Sportwetten gilt grundsätzlich ein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit von höchstens 1.000 Euro pro Monat. Gesetzlich vorgesehene Ausnahmen sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Die zentrale Limitdatei im Aufsichtssystem LUGAS dient dazu, das festgelegte Limit über mehrere Anbieter hinweg einzuhalten.
Ein Einzahlungslimit ist keine Empfehlung für ein vertretbares Budget und begrenzt nicht automatisch sämtliche Verluste. Niedrigere persönliche Grenzen sowie zusätzliche Einsatz- und Verlustlimits können die finanziellen Auswirkungen begrenzen. Einzelheiten erläutert die GGL in ihrer Übersicht der gesetzlichen Spielerschutzmaßnahmen.
Warnzeichen erkennen und Unterstützung nutzen
Steigende Einsätze, das Verheimlichen von Verlusten oder wiederholte Versuche, verlorenes Geld durch weitere Wetten zurückzugewinnen, sind Warnzeichen. Ebenso ernst zu nehmen sind erfolglose Versuche, das Wetten einzuschränken, und Konflikte im persönlichen Umfeld.
Selbstsperre über OASIS
Eine Selbstsperre über das bundesweite Spielersperrsystem OASIS schließt von Sportwetten und weiteren angeschlossenen Glücksspielangeboten aus. Sie kann beim Anbieter oder beim Regierungspräsidium Darmstadt beantragt werden. Die Mindestdauer beträgt grundsätzlich ein Jahr; bei einer Selbstsperre kann ausdrücklich eine kürzere Dauer von mindestens drei Monaten gewählt werden.
Für Online-Sportwetten steht außerdem eine Schaltfläche zur sofortigen 24-Stunden-Sperre zur Verfügung. Diese kurze Unterbrechung ersetzt bei anhaltenden Problemen keine weitergehende Unterstützung.
Beratung für Betroffene und Angehörige
Die kostenlose Telefonberatung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit ist unter 0800 137 27 00 erreichbar. Auch Angehörige können Beratung nutzen. Kontakte zu Beratungsstellen, digitalen Hilfen und den Antragswegen für Spielersperren bündelt die GGL unter Hilfe und Beratung bei Glücksspielproblemen.